Ja zur Schwyzer Landwirtschaft

 

Der im Gang befindliche Strukturwandel in der Landwirtschaft ist enorm und wird durch die Bundespolitik gesteuert. Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe wird demnach weiter abnehmen. Ein grosser Teil der Landwirte wird nur mit nichtlandwirtschaftlichem  Nebeneinkommen überleben können und die „Hobby-Landwirte“ werden zunehmen.

Im Kanton hat die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe seit 1955 ein Prozent pro Jahr abgenommen und es gibt heute zu wenig Lehrlinge in der Landwirtschaft. Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Landwirtschaftsbetriebe haben sich zudem stark verschlechtert.

Wir können die Schwyzer Landwirtschaft in dieser Situation nicht hängen lassen. Der Strukturwandel lässt sich nicht aufhalten, aber eine Stärkung der (unaufhaltsamen) marktwirtschaftlichen Ausrichtung sowie die Unterstützung von innovativen Projekten und ökologisch wirksamen Massnahmen der Schwyzer Landwirtschaft ist im Interesse des Kantons und der Schwyzer Konsumenten. Das neue kantonale Landwirtschaftsgesetz gibt dem Kanton bspw. die Möglichkeit, innovative Projekte (einmalig) zu fördern und ökologische (Feldobstbäume) sowie erschwerte Produktionsformen (Bewirtschaftung von Steillagen) zu unterstützen.

Wer – wie SVP und FDP – sagt es brauche kein Gesetz verkennt die heutige harte Realität und ist bereit die Schwyzer Landwirtschaft mit all seinen Vorzügen zu opfern. Die angeprangerten grossen Subventionen werden zudem auf Bundesstufe geregelt und nicht kantonal. Ich bin für eine faire, konsumentenfreundliche und auch sozial verträgliche Überführung der Schwyzer Landwirtschaft in den marktwirtschaftlichen Wettbewerb. Für mich ist ein Ja zum kantonalen Landwirtschaftsgesetz ein Muss.

 

Patrick Schönbächler, Kantonsrat, Einsiedeln.